Die Spender

Benefizkonzert mit Mariss Jansons für den SZ-Adventskalender

„Musik prägt den Menschen und damit die Gesellschaft“, sagt Mariss Jansons. Musik in höchster Vollendung zu spielen, heißt für den Chef-Dirigenten des BR-Symphonieorchesters, die Welt ein bisschen besser zu machen. Am Freitagabend ist das ihm und seinen Musikern gleich doppelt gelungen. Zum einen spielten sie Beethovens 2. Sinfonie und die „Pastorale“ derart berauschend, dass die 1100 Zuhörer im ausverkauften Herkulessaal am Ende mehr als zehn Minuten begeistert applaudierten. Zum anderen halfen die Symphoniker und ihr Chef damit ganz konkret Kindern aus sozial schwachen Familien, die erste musikalische Erfahrung sammeln möchten. Zugunsten des SZ-Adventskalenders und seines Projekts „Musik für alle Kinder“ verzichteten alle Beteiligten auf Gagen, so dass mit dem Konzert rund 45 000 Euro für musikalische Bildungsprojekte eingespielt wurde.

Karl Ulrich, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags und zugleich Vorsitzender des SZ-Adventskalenders, dankte Jansons und seinen Kollegen für ein „beispielloses Engagement“ für Kinder in München und der Region. Nur dadurch sei das ehrgeizige Projekt zu finanzieren: Über die städtische Sing- und Musikschule können sich Schüler Instrumente ausleihen, die aus den Spendeneinnahmen des SZ-Adventskalenders angeschafft wurden. Die Initiative für das Musik-Projekt des Adventskalenders ging vor drei Jahren von den BR-Symphonikern aus, die es inzwischen mit drei großen sinfonischen Konzerten und zwei Aufführungen für Kinder und Familien unterstützt haben. Darüber hinaus bietet das Orchester selbst ein eigenes Jugendprogramm an, Mariss Jansons leitet regelmäßig auch das bayerische Landesjugendorchester – dem eigene Motto folgend „Musik ist ebenso wichtig wie Mathematik“.

Zudem unterstützt das Hilfswerk der Süddeutschen Zeitung viele kleinere Musikprojekte in der Region. Für die Gäste im Herkulessaal gab es als Dankeschön nach dem Konzert einen Sektempfang und eine beruhigende Nachricht. Eine Violinistin war während der Aufführung zusammengebrochen, das Konzert musste unterbrochen werden – doch die Musikerin erholte sich hinter der Bühne schnell und ist wieder wohlauf. (SZ, 12. 11.2012)

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