Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Leser spenden mehr als fünf Millionen Euro für bedürftige Münchner.
Von Sven Loerzer
Dieses Engagement ist in der 59-jährigen Geschichte des SZ-Hilfswerks einzigartig: Mehr als fünf Millionen Euro haben die Leser in der Weihnachtszeit für den "Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung" gespendet.
Gegenüber dem Vorjahresrekord sind das noch einmal fast 400.000 Euro mehr. Geld, das für Menschen, die arm, krank oder behindert sind, dringend gebraucht wird - "denn die Not nimmt dramatisch zu", sagt Adventskalender-Geschäftsführerin Claudia Strasser. Sie danke den Lesern dafür, "dass sie durch ihre großzügigen Spenden Menschen in schwieriger Lage spürbar Hilfe und damit Lebenszuversicht gegeben haben."
Die Spendenaufrufe des Münchner Lokalteils und der Landkreisausgaben der SZ fanden ein gewaltiges Echo. Im Mittelpunkt der 59. Aktion des seit 1949 bestehenden Hilfswerks standen Kinder, die in armen Familien leben, Kranke und ihre Angehörigen, alte Menschen, deren Rente nicht zum Leben reicht, und Alleinerziehende.
Insgesamt kam bisher die Summe von 5.006.144,21 Euro zusammen; über den Abschluss der Aktion berichtet die SZ im März. Das Ergebnis zeige aber schon jetzt "die große Solidarität unserer Leser mit den Menschen, die Hilfe brauchen", sagt Claudia Strasser. Es sei gleichzeitig ein Beweis dafür, "dass die Spender unsere Arbeit schätzen und uns vertrauen".
Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, dass der SZ-Adventskalender nicht einen einzigen Cent der Spenden für Personal- oder Sachkosten verwendet: Alle mit der Abwicklung der Aktion verbundenen Ausgaben trägt der Süddeutsche Verlag, die Spenden der Leser gehen komplett an Bedürftige. Überweisungen auf das Adventskalender-Konto 82 228 bei der HypoVereinsbank München (BLZ 70020270) sind ganzjährig möglich.
Obwohl der Schwerpunkt der Hilfsaktion in München liegt, beteiligen sich auch viele Leser außerhalb Bayerns. Beträge gingen sogar aus Luxemburg, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien und sogar aus den USA ein. Die eingezahlten Summen reichten von fünf bis 30.000 Euro. Mit diesem hohen Betrag unterstützte der Verein Knorr-Bremse Global Care den SZ-Adventskalender, um notleidenden Kindern und kranken Menschen zu helfen.
"Mit der Hilfe der SZ-Leser kann ich mir endlich meine Medikamente leisten, meine dringendsten Schulden tilgen, an Weihnachten die Heizung einschalten und mir frisches Gemüse kaufen", bedankte sich eine kranke Frau bei den Spendern. "Vor allem aber gewinne ich den Glauben an Gerechtigkeit und Menschlichkeit zurück."
(SZ vom 05.01.2008)