Die Empfänger

Kein Geld zum Heizen

Spenden von SZ-Lesern helfen in Not geratenen Menschen, jungen wie alten, denen es an den nötigsten Dingen fehlt. Zudem erleichtern sie Wohlfahrtsverbänden die tägliche Arbeit. VON GUDRUN REGELEIN

Freising – Ohne den Kleinbus, den sich die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Freising auch dank einer Spende des SZ-Adventskalenders in Höhe von 10 000 Euro im Frühjahr anschaffen konnte, wäre vieles nicht möglich. „Wir sind alle sehr glücklich, ihn zu haben“, sagt Awo-Vorsitzende Heidi Kammler. Mit dem Bus werden die Gäste der Tagespflege morgens abgeholt und abends wieder nach Hause gefahren. Er wird aber beispielsweise auch für gemeinsame Besuche des Waldfriedhofs genutzt, für Fahrten zum Supermarkt, damit die Senioren wieder einmal selber einkaufen können, oder um einen kleinen Ausflug zu machen. Aber auch an andere Gruppen in Freising, wie an die der Sehbehinderten und Blinden, werde der Bus ausgeliehen, erzählt Kammler.

  Auch im eigentlich wohlhabenden Landkreis Freising gibt es viele Menschen, die es sehr schwer haben. Die Schere zwischen Arm und Reich in der Boomregion rund um den Flughafen öffnet sich immer weiter, beklagen die Wohlfahrtsverbände seit langem. „Wir brauchen für diese Menschen dringend eine Unterstützung“, betont Kammler. Denn viele – und gerade auch immer mehr Senioren – können sich das teuere Leben im hochpreisigen Landkreis kaum noch leisten. „Die Kosten explodieren immer mehr“, schildert Kammler. Auch wenn eisern gespart werde, reiche das Geld nicht mehr, um sich das Allernötigste zu leisten. Bei 700 Euro Rente bleibe eben nicht viel übrig, sagt sie. „Teilweise bleiben die Betroffenen sogar den ganzen Tag im Bett, um nicht anheizen zu müssen“, erzählt Kammler. Auch bei der Awo steige die Zahl der hilfebedürftigen Menschen, die um eine konkrete Unterstützung bitten, beispielsweise um sich einen Wintermantel kaufen zu können. „Wir können sie dank der Spendengelder unterstützen“, sagt Kammler. Genauso könnten aber auch die gemeinsamen Seniorenausflüge und das integrative Kochen ohne die Spenden nicht stattfinden. „Eigenständig könnten wir uns das nicht leisten. Wir sind sehr froh, dass es Aktionen wie den SZ-Adventskalender gibt.“

  Nicht nur der Awo, sondern vielen anderen sozialen Organisationen, Hilfsprojekten und Mitbürgern in Not konnte mit Spenden aus dem „Adventskalender für gute Werke“ im vergangenen Jahr geholfen werden. Die Spendensumme in der 67. Aktion betrug insgesamt 6,2 Millionen Euro. Damit haben die SZ-Leser 600 000 Euro mehr als noch im Vorjahr gespendet.

   Von der SZ Freising wurden vor allem Einzelpersonen und Familien unterstützt, die in Not geraten sind. Unter anderem handelte es sich um kranke und behinderte Kinder, um Menschen nach Flucht und Traumatisierung und um arme und pflegebedürftige Senioren. Oft ging es nur um scheinbare Kleinigkeiten, wie Winterkleidung und feste Schuhe für die Kinder – die sich aber die betroffenen Familien nicht leisten konnten. Manchmal ging es auch einfach nur darum, Kindern ein paar Wünsche zu erfüllen, um ihnen zumindest an Weihnachten einige schöne und sorgenfreie Tage zu ermöglichen. Geholfen wurde auch vielen alten und kranken Menschen, die ihre Stromrechnung, notwendige Medikamente oder Therapien nicht bezahlen konnten.

  Bedürftigen Mitbürgern zu helfen, ist das große Ziel des „Adventskalender für gute Werke“, der jetzt seine 68. Aktion startet. Wie in den Vorjahren, sollen mit den großzügigen Spenden der SZ-Leser wieder notleidende Menschen und karitative Projekte unterstützt werden. Vorgeschlagen werden dem Spendenhilfswerk der Süddeutschen Zeitung die Menschen in Not unter anderem von der Caritas, der Diakonie, der Lebenshilfe, dem Frauenhaus, aber auch von der Schwangerenberatungsstelle Donum Vitae. Ihnen allen konnte in den vergangenen Jahren dank der Spenden vieler Leser geholfen und in der Weihnachtszeit eine kleine Freude bereitet werden. Und da die Süddeutsche Zeitung wieder hilfsbedürftige Familien und Alleinstehende im Landkreis unterstützen möchte, bitten wir auch für die 68. Aktion des „Adventskalender für gute Werke“ um zahlreiche Spenden.

SZ Freising vom 19.11.2016 

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