SZ Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung

FORMULARE

BITTE BEACHTEN SIE

Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)

28.12.2011

SZ – Landkreisausgabe Starnberg

Auch im Winter auf der Straße

Manfred M. hat ein großes Problem mit verhängnisvollen Folgen: Er kann die Nähe seiner Mitmenschen nicht ertragen. „Ich bin nicht gewalttätig, aber ich werde verrückt, wenn ich mich bedroht fühle“, sagt Manfred M., der in Wirklichkeit anders heißt. So kam es immer wieder vor, dass er aggressiv wurde und ausflippte, wenn ihm jemand zu nahe kam.



Normalerweise hatte er sich ganz gut im Griff, aber in Verbindung mit Alkohol konnte er sich nicht mehr kontrollieren. Und wenn die Polizei kam, fühlte er sich erst recht bedroht. Das hat ihm eine Verurteilung wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt eingebracht.
Von da an ging es bergab mit ihm. Durch die Verurteilung verlor er seine Arbeitsstelle, und weil er keine Arbeit mehr hatte, verlor er danach seine Wohnung. Der Teufelskreis begann. „Zwei Jahre lang war es wirklich krass“, sagt er im Gespräch mit der SZ. Dann sei ihm klar geworden, dass sich etwas ändern muss, vor allem, dass er sich ändern muss.
Er hat eine ambulante Therapie gemacht und dabei auch gelernt, mit seinem Aggressionsproblem umzugehen. Und er hat den Alkohol aufgegeben. Dennoch ist er auch heute noch wohnsitzlos. Er hat zwar einen Berechtigungsschein für eine Sozialwohnung. Das hat ihm aber bislang nichts genützt. Als er einmal eine Wohnung in Aussicht hatte, habe man ihn abgelehnt, obwohl er der einzige Bewerber gewesen sei, sagt er.
Das Wohnheim für Obdachlose kommt für Manfred M. wegen seiner Angst vor zu viel Nähe nicht in Frage. Und auch deshalb, weil die Leute dort alle selbst Probleme hätten, mit denen er nicht umgehen könne, sagt er. Deshalb lebt er weiterhin auf der Straße; das ganze Jahr über, nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter.
Sein größter Wunsch wäre ein richtig guter Schlafsack, in dem er nicht frieren muss, auch nicht bei Minustemperaturen. Und eine Isomatte, die die Kälte von unten abhält. Dann wäre er glücklich. Nach Angaben von Simone Christenn, die den Wohnsitzlosen-Container der Caritas in Starnberg leitet, könnte Manfred M. schon mit 400 Euro geholfen werden. Mit den Spendengeldern aus dem SZ-Adventskalender müsste sich Manfred M. keine Sorgen mehr machen, ob er vielleicht schon morgen wieder in der Kälte zittern muss.

So können Sie spenden

Wer helfen will, wird um ein Geldgeschenk gebeten, das überwiesen werden kann. Bareinzahlungen sind Montag bis Donnerstag von 9.30 bis 18 Uhr sowie Freitag und Samstag von 9.30 bis 16 Uhr im SZ-Servicezentrum, Fürstenfelder Straße 7, möglich. Sicher online spenden können Leser über die Adventskalender-Seite im Internet unter www.sz-adventskalender. de.

„Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung e.V.“
Sparkasse Bad Tölz - Wolfratshausen
Konto-Nr.: 455
BLZ: 700 543 06


Spenden für das SZ-Hilfswerk sind steuerlich abzugsfähig; bis zu einem Spendenbetrag in Höhe von 200 Euro reicht der vereinfachte Nachweis. Bei Spenden in Höhe von mehr als 200 Euro senden wir Ihnen die Spendenbestätigung zu, sofern auf der Überweisung der Absender vollständig angegeben ist. Jede Spende wird vollständig, also ohne jeglichen Abzug, dem guten Zweck zugeführt. Alle Kosten, die für die Aktion entstehen, trägt der Süddeutsche Verlag.

(SZ vom 28.12.11)